Biokompatible hochpolymere Kunststoffe ermöglichen heute vergleichsweise hochwertige und günstige prothetische Lösungen auf ästhetisch hohem Niveau. Alle unsere Materialien sind im höchsten Maße körperverträglich, für den medizinischen Gebrauch zertifiziert und für Allergiker geeignet.

 

 Hohe Passgenauigkeit

 Hohe Bruch- und Biegefestigkeit

 Hohe Plaqueresistenz

 Geringe Wasseraufnahme

 Homogen

 Für Allergiker geeignet

 

Die meisten industriell hergestellten Kunststoffe gehören zur Gruppe der Thermoplaste. Die Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe erfolgt im Spritzguss- oder Extrusionsverfahren. Streng genommen handelt es sich dabei um eine Warmumformung, es erfolgt keine chemische Reaktion!

Beide Verfahren stellen noch den Status quo in der Kunststoffverarbeitung dar.

Die industriellen Polymerisations-, Polykondensations- und Polyadditionsverfahren haben u.a. hohe Kettenlängen, höhere Stoffumsätze (geringer Anteil von Restmonomer) und sehr gute physikalische Eigenschaften zur Folge, was den besonderen Ansprüchen der Mundhöhle an Kunststoffe gerecht wird. Prothetische Arbeiten, die im Spritzgussverfahren hergestellt werden, zeichnen sich u.a. durch hohe Passgenauigkeit, hohe Bruchfestigkeit und Biokompatibilität aus.

Das Spritzgussgerät „MG Newpress“ ist ein solides, weltweit eingesetztes und seit Jahren bewährtes Gerät mit einem hervorragendem Preis-/ Leistungsverhältnis. Die Handhabung des „MG Newpress“ ist anwenderfreundlich und in den täglichen Arbeitsablauf leicht integrierbar.

Das Gerät deckt einen Temperaturbereich bis 400° C ab und kann daher bei entsprechender Druckbeaufschlagung die gängigsten thermoplastischen Kunststoffe spritzen. Hohe Drücke sind erforderlich bei der Verarbeitung von Kunststoffen, deren „Schmelze“ hochviskos ist (z.B. PMMA). Wenn im Druckluftsystem des Labores hoher Druck (> 9,5 bar) und/oder die entsprechende Durchsatzmenge an Druckluft fehlt, dann kann u.a. ein Druckluftverstärker vor das Gerät geschaltet werden.

Wir möchten darauf hinweisen, dass für das erfolgreiche Arbeiten mit Thermoplasten viele andere Faktoren (wie die Temperaturführung, der Einsatz von Expansionsgipsen u.a.) eine ausschlaggebende Rolle spielen. Diese vermitteln wir in Kursen, die auf ihre individuellen Wünsche abgestimmt sind.

Als besondere Serviceleistung unterweisen wir unsere Materialien auch auf Fremdsystemen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen sehr gern zur Verfügung.

Druckluftverstärker (Booster) 

Für die Verarbeitung einiger thermoplastischer Kunststoffe, wie zum Beispiel PMMA, PVDF und PEEK werden relativ hoher Druck (7-10 bar) und eine Mindestdurchsatzmenge benötigt, da die „Schmelze“ dieser Kunststoffe hochviskos ist. Nicht jedes Druckluftsystem in Zahnarztpraxen und dentalen Laboren liefert aber einen konstanten Druck von >6bar. Der Anschluss von Gasflaschen mit technischen Gasen (z.B. CO2 um das Spritzgussgerät zu betreiben) ist nicht immer erlaubt bzw. gewünscht.

 

Der Booster arbeitet rein pneumatisch, das heißt, er wird durch den im System vorhandenen Druck (>4bar) angetrieben. Der Druck treibt eine pneumatische Pumpe an, die wiederum die Umgebungsluft in einen Kessel (ca. 5 Liter) pumpt. So ist es möglich einen Druckaufbau von bis zu 10bar zu erzeugen, obwohl nur z.B. 4 bar auf der eigenen Anlage vorhanden sind.

Die technischen Daten des Boosters und den Preis übermitteln wir Ihnen gern bei Anfrage!

Um noch bessere Ergebnisse bei der Isolation von Gips gegen Kunststoff zu erreichen, haben wir ein neues Trennmittel für das Spritzgussverfahren entwickelt.

Es zeichnet sich durch folgende Faktoren aus:

  • dünnflüssiger (zieht besser in die Gipsoberfläche ein)
  • neigt nicht so schnell zur Kristallisation (Abplatzung)
  • keine weißen Verfärbungen an den basalen Flächen
  • sichtbarer Hochglanz beim Auftragen auf die Gipsoberfläche

Grundvoraussetzung für ein optimales Ergebnis ist, dass das Modell beim Isolieren sauber (entfettet) und heiß (>80°C) ist. Die Isolierung kann für ALLE thermoplastischen Kunststoffe verwendet werden, die <300°C verarbeitet werden.

Thermoplaste haben im Vergleich zu anderen Kunststoffen relativ weiche Oberflächen. Herkömmlicher, zahntechnischer Bimsstein hinterlässt zu große Rauhentiefen, die wiederum eine Hochglanzpolitur erschweren bzw. fast unmöglich machen.

Unser Vorpoliermittel „Trendshine“ ist speziell auf Thermoplaste abgestimmt, alle anderen Kunststoffe (Kalt- und Heißpolymerisate) lassen sich damit auch vorpolieren.

„Trendshine“ ist Thermoplasten gegenüber sehr abrasiv und hinterlässt sehr schnell glatte Oberflächen, die dann relativ leicht auf Hochglanz poliert werden können. „Trendshine“ ist in einer 2 kg- Abpackung erhältlich!

Stand 12.09.2018